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Ein unbekanntes Gerät unter dem Fahrzeug, im Kofferraum oder hinter der Innenverkleidung sorgt verständlicherweise für Unruhe: Wird das Auto heimlich geortet, und wer erhält die gesammelten Standortdaten?
Besonders häufig stellt sich dabei die Frage, ob ein GPS-Tracker durch die Unterbrechung von Satellitensignalen seine Funktion verliert und ob eine solche Funkstörung auch die Navigation oder Fahrerassistenzsysteme beeinflussen kann.
Die Antwort hängt davon ab, welche Ortungstechnik verbaut ist und welche Navigationssysteme das Fahrzeug verwendet.
Ein klassischer GPS-Tracker empfängt Signale von Navigationssatelliten, um seine geografische Position zu bestimmen.
Die ermittelten Standortdaten werden anschließend je nach Geräteausstattung über Mobilfunk, eine andere Funkverbindung oder einen internen Speicher weiterverarbeitet.
Solche Geräte kommen beispielsweise bei der Fahrzeugortung, Flottenverwaltung, Diebstahlsicherung und Wiederbeschaffung gestohlener Autos zum Einsatz.
Nicht jedes Ortungsgerät arbeitet allerdings ausschließlich mit GPS, denn moderne Systeme können mehrere Satellitennavigationsdienste wie GPS, Galileo, GLONASS oder BeiDou unterstützen.
LoJack ist vor allem als System zur Wiederbeschaffung gestohlener Fahrzeuge bekannt, wobei die eingesetzte Technik je nach Produktgeneration und Markt unterschiedlich sein kann.
Ältere LoJack-Systeme verwendeten spezielle Funkfrequenzen zur Ortung gestohlener Fahrzeuge und waren nicht einfach mit einem gewöhnlichen GPS-Tracker gleichzusetzen.
Neuere Fahrzeugortungslösungen können dagegen satellitengestützte Positionsbestimmung und Mobilfunkkommunikation miteinander kombinieren.
Deshalb sollte man vor einer technischen Bewertung zunächst feststellen, welches System tatsächlich im Fahrzeug installiert ist.
Kann ein GPS-Tracker seinen Satellitenempfang nicht zuverlässig aufrechterhalten, stehen ihm möglicherweise keine aktuellen Positionsdaten zur Verfügung.
Je nach Modell kann die Anwendung dann den letzten bekannten Standort anzeigen, eine ungenaue Position melden oder vorübergehend keine neuen Standortinformationen bereitstellen.
Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Ortung und Datenübertragung: Ein Gerät kann seine Position möglicherweise noch bestimmen, aber die Informationen nicht übertragen, wenn die Kommunikationsverbindung fehlt.
Umgekehrt kann eine funktionierende Mobilfunkverbindung keine zuverlässige GPS-Position ersetzen, wenn dem Gerät die notwendigen Satellitendaten fehlen.
Auch ein gespeicherter Standort verschwindet nicht automatisch, nur weil der aktuelle Satellitenempfang ausfällt.
Diese Frage ist besonders relevant, weil moderne Fahrzeuge auf mehrere Informationsquellen zurückgreifen und nicht ausschließlich von GPS abhängig sind.
Ein Lojack und GPS L1–L5 Störsender bezieht sich auf die verschiedenen Frequenzbereiche des GPS-Systems, während andere Satellitennavigationsdienste teilweise eigene Frequenzbereiche verwenden.
Eine Beeinträchtigung des GNSS-Empfangs kann die Positionsbestimmung eines Fahrzeugs beeinflussen, allerdings bedeutet das nicht automatisch, dass Navigation oder Fahrerassistenz vollständig ausfallen.
Entscheidend ist, welche Sensoren und Ersatzverfahren das jeweilige Fahrzeug verwendet.
Moderne Fahrzeuge kombinieren unterschiedliche Messverfahren, um ihre Position und die Verkehrssituation einzuschätzen:
Diese Technologien ergänzen sich, können aber nicht unter allen Bedingungen sämtliche Aufgaben der Satellitennavigation übernehmen.
Die Antwort lautet: unter bestimmten Voraussetzungen ja, allerdings mit technischen Einschränkungen.
Kameras, Radar, LiDAR und Inertialsensoren können die Fahrzeugumgebung und Bewegungen auch dann erfassen, wenn die Satellitenposition nicht verfügbar ist.
Allerdings können sich Messfehler bei der inertialen Positionsbestimmung mit der Zeit aufsummieren, während schlechte Sichtverhältnisse die kamerabasierte Erkennung erschweren.
Bei hochautomatisierten Fahrfunktionen hängt die Reaktion auf fehlende GNSS-Daten deshalb von der jeweiligen Systemarchitektur und den vorgesehenen Sicherheitsmechanismen ab.
Ein GPS-Signalverlust ist somit nicht gleichbedeutend mit einem Ausfall des autonomen Fahrens. Je nach Fahrzeug kann das System seine Funktion einschränken, den Fahrer zur Übernahme auffordern oder einen sicheren Betriebszustand einleiten.
GPS-Signale werden nicht nur für die Navigation verwendet, sondern können auch für Zeitinformationen und weitere fahrzeugbezogene Dienste relevant sein.
Eine unbeabsichtigte Funkstörung kann deshalb mehr als nur die Anzeige auf dem Navigationsbildschirm betreffen.
Mögliche Folgen sind beispielsweise eine ungenauere Positionsbestimmung, fehlerhafte Standortinformationen in vernetzten Diensten oder Einschränkungen bestimmter Assistenzfunktionen.
Besonders problematisch ist, dass Funkstörungen nicht zuverlässig auf ein einzelnes Gerät oder Fahrzeug begrenzt bleiben.
Ein GPS L1–L5 Jammer ist daher keine harmlose Lösung gegen unerwünschte Fahrzeugortung, sondern kann auch fremde Navigations- und Kommunikationsanwendungen beeinträchtigen.
Wer ein unbekanntes Ortungsgerät entdeckt, sollte zunächst herausfinden, ob es sich um ein nachgerüstetes Diebstahlschutzsystem, ein Flottengerät oder eine nicht autorisierte Installation handelt.
Fotos, der Fundort und sichtbare Gerätekennzeichnungen können bei der späteren Identifizierung hilfreich sein.
Bei einem konkreten Verdacht auf unerlaubte Überwachung sollte man das Gerät möglichst nicht eigenmächtig zerstören oder manipulieren, sondern die Polizei beziehungsweise eine qualifizierte Fachwerkstatt einschalten.
Auch Fahrzeughalter sollten prüfen, ob ein früherer Eigentümer, eine Leasinggesellschaft oder ein Flottenbetreiber ein entsprechendes Ortungssystem eingebaut hat.
In Deutschland können bei einer heimlichen Überwachung außerdem datenschutzrechtliche und gegebenenfalls strafrechtliche Fragen entstehen.
Ein GPS-Tracker benötigt geeignete Satellitensignale zur Positionsbestimmung, während LoJack je nach Gerätegeneration auf unterschiedlichen Ortungstechnologien basieren kann.
Moderne Fahrzeuge nutzen dagegen mehrere Sensoren und Navigationsverfahren, sodass ein Verlust des GPS-Empfangs nicht automatisch zum Ausfall der gesamten Fahrzeugtechnik führt.
GPS Tracker Störsender können die GPS-basierte Standortbestimmung beeinträchtigen und so verhindern, dass versteckte GPS-Tracker Ihre Position zuverlässig erfassen. Sie bieten jedoch keinen umfassenden Schutz vor allen Formen der Ortung.
Deshalb sollte jeder, der einen unbekannten Peilsender entdeckt, zunächst dessen Quelle und Funktion ermitteln, anstatt sich einfach auf das Stören von GPS-Signalen zu verlassen, um das Ortungssignal vollständig zu blockieren.